Archiv der Kategorie: Rottweil entdecken

Neue Führung zum Jahr der Brücken

ROTTWEIL – Rottweil stellt in diesem Jahr seine Brücken in den Mittelpunkt. Seit Jahrhunderten verbinden die historischen Bauwerke Wege, Orte und Menschen, und erzählen dabei ihre ganz eigenen Geschichten. Mit der Eröffnung der Fußgänger-Hängebrücke „NECKARLINE“ vom 24. bis 26. April wird dieses Kapitel nun eindrucksvoll fortgeschrieben. Zu diesem Großereignis wurde eigens eine neue Sonderführung ins Leben gerufen.

Neben der Eröffnung der NECKARLINE steht auch die Fertigstellung der Schindelbrücke in der Au und der Duttenhoferbrücke beim Gewerbepark Neckartal an, sowie die geplanten Baustarts für die Landesgartenschaubrücke und weitere Neckarbrücken. All diese Ereignisse machen das Jahr 2026 zu einem besonderen „Brückenjahr“. Die gesamte Stadt feiert dieses Thema mit vielfältigen Veranstaltungen und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Rottweil neu zu entdecken.

Aus diesem Grund wandte sich die Abteilung Stadtmarketing & Tourismus an die Rottweiler Gästeführerinnen und Gästeführer mit der Idee, anlässlich des Hängebrückenfestes eine neue Führung zu entwickeln. „Das Interesse war groß. Insgesamt zwölf Guides brachten sich aktiv in die Konzeption ein“, freuen sich Simone Strasser und Carolin Weiß von der Abteilung Stadtmarketing & Tourismus. Mit viel Engagement und Kreativität entstand eine außergewöhnliche Führung, in der viel Herzblut steckt.

Und auch die Akteure sind begeistert und brennen bereits jetzt für das neue Angebot. „Die Führung ist etwas Besonderes, weil sie Geschichte nicht erklärt, sondern erlebbar macht. Wir schlagen buchstäblich eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wenn historische Figuren sprechen, bekommt die Stadt eine Stimme, die man so sonst nicht hört“, sagt Gästeführer Jochen Egin, der regelmäßig Gruppen als Nachtwächter durch die Stadt führt, und bei der gewandeten Führung den Schwarztorhüter verkörpert.

Ziel der Tourismusabteilung war es, ein Angebot zu schaffen, das die neue Brücke mit den bestehenden historischen Bauwerken verbindet. So erhalten Gäste die Möglichkeit, auch weniger bekannte Seiten Rottweils kennenzulernen und die Stadt aus einer neuen Perspektive zu erleben. Helmut Kleiter schlüpft bei der Führung in die Rolle des Erzählers. „Im Team eine Brückenführung für Rottweil zu gestalten, Neues und Altes zu verbinden, war eine spannende und bereichernde Sache“, sagt er und freut sich bereits jetzt, Interessierte auf die spannende Entdeckungsreise mitzunehmen.

Als Erzähler fungiert auch Eberhard Wucher. „Brücken sind nicht nur Verkehrswege, sondern Symbole für Verbindungen zu anderen Menschen und Kulturen“, sagt er. „Hier in unserer Stadt erzählen sie sowohl von Rottweils Vergangenheit, beleuchten die Gegenwart und lassen mit Hängebrücke, Duttenhoferbrücke und Landesgartenschaubrücke sogar in die Zukunft unserer Stadt hineinblicken“, so Wucher weiter.

Bei der Tour begleitet ein Guide die Gäste zu verschiedenen Stationen im Stadtgebiet. Dort erwarten sie kurze szenische Aufführungen, die Geschichte lebendig werden lassen. So berichtet beispielsweise der Pulverfabrikant Max von Duttenhofer – mit Blick auf den Standort seines ehemaligen Wohnhauses – von der Entstehung der Hochbrücke und wirft zugleich einen Blick in die Zukunft, etwa auf die geplante Landesgartenschau-Brücke.

„Unsere Brückenführung zur Eröffnung der NECKARLINE in Rottweil stellt einen bedeutenden Schritt für die touristische Entwicklung unserer Stadt dar. Wir Stadtführer freuen uns, unseren Gästen eine eindrucksvolle Brückenführung an der Neckarline und den historischen Brücken in der Stadt anbieten zu können“, sagt Sigrid Klaiber, die ebenfalls Erzählerin ist. Unterwegs begegnen die Teilnehmenden außerdem Wirtsleuten, einem Fuhrmann und einem Jesuiten, die spannende Einblicke in ihre jeweilige Zeit geben. Den Abschluss bildet der Wächter am Schwarzen Tor auf der Boltenbrücke.

Thomas Haßler schlüpft bei der Führung in die Rolle des Max von Duttenhofer.  Für ihn sind die Rottweiler Brücken nicht nur vielgenutzte Gebäude des Alltags, sondern Zeugen des Wandels, des Übergangs, des Aufbrechens, des Vertrieben werdens, tiefer Verzweiflung und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. „Sie sind Brücken in die Vergangenheit und die Zukunft“, sagt er. Das gesamte Gästeführerteam freut sich bereits jetzt auf viele Interessierte.

INFO UND TERMINE: Die Vorpremiere findet am Freitag, 24. April, um 16 Uhr statt. Die offizielle Premierenführung beginnt am Samstag, 25. April, um 11 Uhr und 14 Uhr. Weitere Führungen gibt es am Sonntag, 26. April, um 11 und 14 Uhr. Die Kosten betragen 12 Euro. Buchen kann man die Touren bei der Tourist-Information Rottweil unter Telefon 0741 / 494-280, oder unter www.tourismus-rottweil.de. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen, da die Plätze begrenzt sind. Restkarten sind – sofern verfügbar – auch vor Ort erhältlich. Die Führung wird künftig auch für Gruppen angeboten. In diesem Fall erfolgt die Durchführung mit einem Guide, wahlweise in der gewandeten Rolle oder als klassische Führung ohne szenische Darstellung.

Pressemeldung der Stadt Rottweil vom 26.03.2026

Zu Besuch bei der Kunststiftung Hauser

Bekannt ist Rottweil als „älteste Stadt in Baden-Württemberg“. Die Geschichte der Stadt, die bis in die Römerzeit zurückreicht, versorgt die Rottweiler Gästeführer und Gästeführerinnen mit viel Material für abwechslungsreiche Rundgänge durch die Stadt. Doch nicht nur Antike oder Mittelalter haben in Rottweil viel zu bieten. Auf dem ehemaligen Salinengelände am Rande Rottweils präsentiert die Kunststiftung Erich Hauser ein künstlerisches Lebenswerk, bestehend aus Architektur, Kunst und Natur, von faszinierendem Ausmaß. Als Künstler war Erich Hauser überregional sowie international erfolgreich und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Spätestens mit dem Gewinn des „Premio Itamaraty“, dem Großen Preis der X. Kunstbiennale in Sao Paulo 1969, wurde er mit seinen raumgreifenden und fein polierten Stahlarbeiten zu einem der renommiertesten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Erich Hauser lebte von 1970 bis zu seinem Tod 2004 in Rottweil, auf einem 33000 Quadratmeter großen, parkähnlichen Gelände mit Stahlplastiken, Werkstätten und extravaganten Wohnhäusern. An diesem beeindruckenden Ort fand auf Einladung der Stadt Rottweil die jährliche Versammlung der Rottweiler Gästeführer und Gästeführerinnen statt. Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf betonte hierbei den wertvollen Beitrag der Kunststiftung Erich Hauser zur kulturellen Identität der Stadt Rottweil. Den Gästeführern und Gästeführerinnen dankte er für ihr Engagement. Touristen und Gäste können dadurch bei den unterschiedlichen Stadtführungen die kulturelle und künstlerische Vielfalt Rottweils kennen lernen. In Zukunft sollen zwischen Kunststiftung und den Stadtführungsangeboten weitere Verknüpfungen entstehen. Die Besucher und Besucherinnen der Stadt profitieren so von einem vielfältigen Angebot für die verschiedensten Interessengebiete, von der römischen Antike bis zur zeitgenössischen Kunst.

Von April bis September öffnet die Kunststiftung Erich Hauser an jedem Samstag ihre Tore für Spaziergängerinnen und Spaziergänger von 14.00 bis 17.00 Uhr.

Führungen durch den Skulpturenpark und die Häuser des Areals, einschließlich der Hauserschen Kunstsammlung, finden an den offenen Sonntag um 11.30 Uhr und 14.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termine und Buchung für eine Führung unter:

Kinderkulturtag 25.10.2023

Beim zweiten Kinderkulturtag besuchten etwa 900 Grundschulkinder die Stadt- und Stallhalle um das Kulturangebot der Stadt kennen zu lernen. An verschiedenen Stationen gab es unterschiedliche Aktionen auszuprobieren und zu erleben. Auch das Team-Rottweil, vertreten durch Peter Hugger und Bettina Auch, war mit einer Station dabei. Hier konnte einiges über die Rottweiler Türme gelernt werden. Mit großer Begeisterung wurde dann ein kleiner Treppenlaufwettbewerb gestartet. Alle Kinder zeigten viel Engagement. Und zur Belohnung gab es eine kleine original Rottweiler Salzbretzel.

LEADER Projekt „Brücken schlagen – Zeitreise Rottweil“ abgeschlossen

Stadtnachrichten (Rottweil.de) vom 22.08.2022

Die Verbindung zwischen Testturm und Innenstadt schickt Rottweils Gäste auf Zeitreise

„Unsere Gäste konnten bereits vom Testturm bequem und barrierefrei über den stillgelegten Teil der alten B 27 in die historische Innenstadt spazieren. Nun werden sie dabei auf eine Zeitreise durch Rottweils Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geschickt“, freut sich Oberbürgermeister Ralf Broß über die Fertigstellung des Projekts.

Das Projekt wurde in zwei Bauabschnitte untergliedert. Der erste Teil, die Wegeverbindung entlang des Schafwasens, wurde von der städtischen Abteilung Tiefbau bereits im Jahr 2020 realisiert. Daraufhin folgte die Planung der Gestaltung des Wegs in Form von 12 Erlebnis- und Informationsstationen durch die Abteilung Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing. Unterstützt wurde sie hierbei durch die Agentur Aufwind aus Malterdingen bei Freiburg. Als Generalübernehmer steuerte die Agentur die inhaltliche Aufarbeitung, die grafische Umsetzung und schließlich den Aufbau der Stationen.

Die inhaltliche Konzeption erfolgte ko-kreativ, also unter einer möglichst breiten Beteiligung unterschiedlicher Interessensgruppen. So wurden in einem Workshop im Jahr 2020 gemeinsam mit Vertretern aus Vereinen, Anwohnern, Gemeinderat und Stadtverwaltung die Themen, welche auf den Stationen behandelt werden sollten, bestimmt, und erste Grundzüge festgelegt. Vertieft wurden diese dann in einem zweiten Workshop im Frühjahr 2022. „Ganz besonders wichtig war uns auch die Beteiligung der Rottweiler Jugend, sodass wir, neben der Integration des Kinder- und Jugendreferats, auch einen Workshop zum Thema „Rottweils Zukunft“ im Jugendhaus Hegneberg umgesetzt haben. Aus all den gesammelten Informationen konnte die Agentur Aufwind dann eine einheitliche Geschichte machen“ erklärt Bürgermeister Dr. Christian Ruf das Vorgehen.

Fundierte geschichtliche Fakten und Geschichten lieferten Marina Meyr, Leiterin der städtischen Museen, Dr. Winfried Hecht als ehemaliger Stadtarchivar und Vertreter der Rottweiler Gästeführer.

Der Zeitreise-Weg zwischen historischer Innenstadt und Testturm schlägt Brücken zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft Rottweils.

Als weitere Alternative zur geplanten Fußgänger-Hängebrücke informiert der Zeitreise-Weg an seinen 12 Stationen beispielsweise über die Themen Neckar, Genuss in Rottweil, Römerstadt oder Reichsstadt und gibt einen kurzen und prägnanten Einblick in die Projekte, die Rottweil zukünftig beschäftigen. „Die Originale, die Rottweil ausmachen, werden auf diesem Weg verdeutlicht. Gästen, die am Berner Feld ankommen und sich auf den Weg in die Innenstadt machen, wird so schon ein erster Eindruck der Highlights, die sie dort erwarten, mitgegeben“ so Selina Straub aus der Tourismusabteilung, die das Projekt begleitete.

Alle Stationen wurden zusätzlich mit haptischen oder digitalen Angeboten ergänzt. Besonders hervorzuheben ist die Station der Rottweiler Künstlerszene. Auf dem eigens für die Stationen geschaffenen Platz wurde eine Präsentationsfläche erstellt, auf der sich künftig verschiedene Rottweiler Künstlerinnen und Künstler vorstellen und eines ihrer Werke ausstellen können. Die Skulpturen sollen regelmäßig getauscht werden, sodass den Gästen immer wieder ein neues Bild geboten wird. Die Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Kunstwerke als kostenlose Leihgabe zur Verfügung. Die Informationstafel wurde inhaltlich durch den Rottweiler Künstler Jürgen Knubben mitgestaltet, daher ist die erste ausgestellte Skulptur auch ein Werk des Künstlers.

Projekt ist Teilmaßnahme der gesamtstädtischen Planung

Vorbei am Einstieg des zukünftigen Beginns der Hängebrücke, führt der Weg entlang der alten B27 über das Viadukt auf rund 3 Kilometern in die historische Innenstadt. Mit der Reduzierung der einst 4-spurigen Bundesstraße auf zwei Spuren und der geplanten Umgestaltung der talseitigen Fahrbahn in einen Rad- und Fußweg, entsteht ein wichtiges Verbindungsstück im Rad- und Fußwegekonzept zwischen dem Berner Feld und der historischen Innenstadt. „Die Zeitreise ist damit ein Teil des Stadtentwicklungsprozesses der nächsten Jahre. Neben der Verbindung über das Viadukt, soll auch der alte Handelsweg, der hinunter in die Au zur Dreher´schen Mühle führt, als zusätzliche Wegeverbindung ertüchtigt werden“ erläutert Marcus Martin, Teamleitung Straßen und Brücken in der Abteilung Tiefbau, den Bezug zur gesamtstädtischen Weiterentwicklung.

Von LEADER gefördert

„Mit dem LEADER-Förderprogramm will die EU die Entwicklung des ländlichen Raums vorantreiben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements und die Stärkung des kulturellen und touristischen Angebots gelegt“ wies Wilhelm Rieber, Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe OBERER NECKAR, auf die selbstgesteckte Zielsetzung des Förderprogramms hin. „Ohne LEADER wäre dieses interessante und touristisch wichtige Projekt in Rottweil wohl nicht verwirklicht worden“ so Rieber weiter. Er appellierte an die Landesregierung, die Region Oberer Neckar auch weiterhin als LEADER-Region auszuweisen, um auch in den Jahren 2023 – 2027 Projekte aus privater oder öffentlicher Hand fördern zu können.

Das Projekt „Zeitreise Rottweil“ ist eine der größten Maßnahmen, die bisher in Rottweil durch das Förderprogramm der Europäischen Union gefördert wurde. „Die eingereichten förderfähigen Ausgaben des Projekts lagen, für beide Bauabschnitte, bei rund 430.000 €. Diese werden mit 60 %, also mit einer Summe von 258.000 €, durch LEADER gefördert, dafür möchte ich mich im Namen der Stadt Rottweil herzlich bedanken“ schloss sich Oberbürgermeister Ralf Broß den Worten Herrn Riebers an.

Neue Touren konzipiert und ausgearbeitet

Schwarzwälder Bote, Stefanie Siegmeier 18.06.2021

Es ist ihre Leidenschaft, Touristen und Einheimischen „ihre“ Stadt vorzustellen. In den vergangenen Monaten allerdings mussten Rottweils Stadtführer pandemiebedingt pausieren. Doch die Zeit haben sie bestens genutzt.

Rottweil –  Rottweils Stadtführer dürfen aufatmen: Endlich dürfen sie wieder ihr reiches Wissen um die Stadtgeschichte preisgeben. „Doch nach der langen Pause ist das gar nicht so einfach. Man muss sich erst wieder einfinden“, gibt Wolfgang Müller zu. Im Oktober war die letzte Führung. Auch Peter Hugger betont, dass man solch eine lange Pause zunächst unterschätze. Aber dennoch waren die Stadtführer – mittlerweile mehr als 40 an der Zahl – nicht untätig. Sie haben die Zeit im Homeoffice genutzt, neue Touren zu konzipieren und auszuarbeiten.

So seien im vergangenen Jahr immer wieder auch geführte Wanderungen angefragt worden, sagt die städtische Tourismusleiterin Simone Strasser. Und so habe man nun für den Höllensteinsaumpfad eine geführte Tour, mit hübschen Ausblicken und gespickt mit vielen Informationen, konzipiert.

Wie auch alle anderen Führungen, kann auch diese einfach und unkompliziert online gebucht werden. Es lohnt sich übrigens, sich über die Homepage der Stadt das gesamte Angebot an Touren und Führungen anzuschauen. Von der Hochturm-Besichtigung bis zur Nachtwächter-Führung ist hier allerlei geboten. Die kulinarische Stadtführung soll es ab August wieder geben. Neu im Programm sind zwei Erlebnisführungen.

Neue Touren konzipiert

Die E-Bike-Tour „Recht, Römer und Rottweiler Pulver“ war im vergangenen Sommer schon im Programm. Drei Buchungstermine stehen hier momentan zur Verfügung. Brandneu ist die „Blickwinkeltour auf dem Höllensteinsaumpfad“, die am 15. August, 5. und 12. September, angeboten wird. Bei dieser geführten Kurz-Wanderung kann man Rottweil „von außen“ betrachten. Besondere Blickwinkel auf die Stadtsilhouette gibt es hier zu entdecken.

Neu konzipiert wurde auch die Tour „Auf den Spuren der Römer“ über den neuen Römerpfad in der Altstadt, der im vergangenen Jahr eröffnet wurde.

Peter Hugger und Wolfgang Müller freuen sich bereits, nach der Schulung mit Römer-Experten Thomas Schlipf, diese Tour anbieten zu können. „Auf dem Römerpfad kann man wieder ins Bewusstsein rücken, wo Rottweil eigentlich herkommt“, sagt Wolfgang Müller, der begeistert ist von den anschaulichen Tafeln, anhand derer sich die Gestaltung der Kastelle und das damalige Leben sehr gut erklären lassen. Aus dem bedeutenden Militärstandort habe sich die Spätere Römerstadt „Arae Flaviae“ entwickelt.

Familienfreundliche Tour

Wolfgang Müller und Peter Hugger geraten bei der Führung über den Römerpfad ins Schwärmen. Sie erzählen vom Legionsbad, das Tag und Nacht angeheizt werden musste, von den Gutshöfen, dem Tempelbezirk und dem Forum. Die Tour eigne sich auch wunderbar für Familien. Die Strecke ist nicht zu lang, die Wege für Kinderwagen geeignet. Müller und Hugger scheinen glücklich, endlich wieder ihr reiches Wissen um die Stadtgeschichte weitergeben zu dürfen.

Und sie hoffen auf viele Interessierte, nicht nur Touristen, sondern vor allem auch auf Einheimische, bei denen – so haben die beiden den Eindruck – durch die Pandemie das Interesse an der Heimat und an der eigenen Geschichte wieder größer geworden ist. „Die Stadtführer warten auf Publikum“, betont auch Tourismusleiterin Simone Strasser. Man habe jetzt einige Outdoorführungen mehr im Programm, um den Interessierten eine breite Vielfalt bieten zu können. Die Hochturm-Besichtigung ist bereits buchbar. Hier bekommt man den Schlüssel und darf sich die Stadt dann auf eigene Faust von oben anschauen.